03. September 2026 – Lea Biskup

Exklusives Star-Talk-Interview

Allessa als „Spielerin“: Warum sie bewusst auf Risiko setzt

Sechs Wochen auf Platz 1 der deutschen Airplaycharts mit „20.000 Meilen“, ein neues Album und eine aktuelle Single, die direkt wieder vorne mitspielt: Für Allessa läuft 2026 musikalisch stark. Im Antenne Schlager Star-Talk spricht sie über ihr Album „Spielerin“, Fake-Follower und die Frage, warum ein Album im Schlager heute alles andere als selbstverständlich ist.

Antenne Schlager Moderatorin Anika Reichel und Allessa -lächelnd neben einem Logo mit der Aufschrift "Antenne Schlager Star-Talk".

Ein Meilenstein

Mit „20.000 Meilen“ hat Allessa in diesem Jahr einen ihrer bisher größten Erfolge gelandet: Der Titel stand sechs Wochen auf Platz 1 der deutschen Airplaycharts. Im Antenne Schlager Star-Talk fasst sie das knapp zusammen: „Ich bin die meistgespielte Österreicherin im deutschen Radio.“ Kurz darauf erschien am 21. August ihr neues Album „Spielerin“. Dass dieses Album überhaupt entstanden ist, verbindet sie direkt mit dem Lauf der Single. Im Gespräch sagt Allessa offen, dass Labels im Schlager heute genau rechnen und neue Produktionen keine Selbstverständlichkeit mehr sind.

Mehr Texte, mehr Eigenanteil

Bei „Spielerin“ war Allessa diesmal stärker als Texterin eingebunden als auf früheren Veröffentlichungen. Sie nennt unter anderem „Neue Wunder“, „Solange wir leben“, „Verdammt“, „Zwischen deinen Zeilen“, „Er ist doch viel zu jung“, „Das ganze Leben ist ein Spiel“ und „Unser Weg“ als Songs, an denen sie ganz oder in großen Teilen mitgeschrieben hat.

Auch klanglich sollte das Album nicht aus einem Guss sein. Allessa arbeitete dafür mit mehreren Produzenten, darunter Micha Herzog, Stefan Krug, Ali Menke, Björn Pfeifer und Hubert Molander. Ihr Favorit auf dem Album ist die aktuelle Single „Zwischen deinen Zeilen“. Im Interview mit Antenne Schlager Moderatorin Anika Reichel beschreibt sie den Titel als Song, der sofort eine bestimmte Stimmung in den Raum setzt. Entstanden sei der Text aus einer Melodie und einer einzelnen Phrase, die bereits feststand.

Warum „Spielerin“ mehr ist als ein Titel

Den Namen des Albums versteht Allessa wörtlich. Im Star-Talk sagt sie: „Ich gehe oft auch auf Risiko.“ Sie verbindet das mit ihrer früheren Leidenschaft fürs Pokern. Dabei spricht sie nicht von Zufall, sondern von Disziplin, Menschenkenntnis, Wahrscheinlichkeiten und Kontrolle. Genau so beschreibt sie auch ihren Blick auf berufliche Entscheidungen.

Dazu passt ihr Hinweis auf ein zweites Projekt: Severa Voss. Dort will sie mit Live-Instrumenten, dunkleren Farben und einem rockigeren Sound arbeiten. Neben der Solokarriere im Schlager eröffnet sie sich damit bewusst einen anderen Raum.

Echte Resonanz statt gekaufter Reichweite

Breiten Platz bekommt im Gespräch auch das Thema Social Media. Allessa berichtet von Angeboten wie 50.000 Followern für 250 Euro und davon, wie einfach sich Zahlen auf Plattformen nach oben treiben lassen. Für sie zählen deshalb nicht bloß Reichweitenwerte, sondern Ergebnisse, die sich auch außerhalb sozialer Netzwerke zeigen - bei Airplay, Streaming, Verkäufen und Publikum. Ihre Haltung dazu formuliert sie deutlich: „Wenn das Lied gut ist, musst du gar nichts inszenieren.“

Sie spricht sie außerdem über Fake-Profile und Betrugsversuche. Immer wieder gebe es Nachrichten von angeblichen Prominenten oder Interessenten, die später auf Geld hinauslaufen. Ihre Reaktion darauf ist klar: Sobald bei einem vermeintlich privaten Kontakt finanzielle Forderungen auftauchen, ist Misstrauen angebracht.

Keine erfundenen Geschichten für Aufmerksamkeit

Inszenierungen gibt es aber nicht nur in der Welt von Instagram & Co.: Allessa erzählt, dass es in der Branche früher sogar Überlegungen gab, ihr aus Werbegründen künstliche Affären zuzuschreiben. Sie habe das aber klar abgelehnt. Aufmerksamkeit über private Nebenschauplätze bekommen, das kommt für sie nicht infrage. Wichtiger seien Songs, die sich tragen, und eine Stimme, die wiedererkennbar bleibt.

Mit „Spielerin“ setzt sie genau dort an: Das Album entstand nach einem messbaren Erfolg, trägt an vielen Stellen ihre eigene Handschrift und lässt sich klanglich bewusst nicht auf nur eine Richtung festlegen.

Jetzt reinhören: "Antenne Schlager Star-Talk" mit Allessa

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