13. August 2026 – Lea Biskup
Kevin Neon macht im Star-Talk klar, dass er sich musikalisch nicht in eine fertige Form pressen lassen will. Der Sänger, Songwriter und Produzent spricht über seine neue Single „Hallöchen, Pickolöchen“, über Volksmusik-Anfänge, Social-Media-Druck und darüber, warum er lieber einen eigenen Weg sucht, als wie jemand anderes zu klingen.
Anders sein und sich dabei treu bleiben
„Der rote Faden, der bin ich.“ Kevin Neon meint damit im Star-Talk seine Haltung als Künstler. Er erzählt, dass von außen immer wieder der Wunsch nach einer klaren Linie komme, nach einem Konzept, das sich durchziehen lässt. Für ihn liegt diese Linie aber nicht in einer Rolle oder in einem künstlich gebauten Image, sondern in der eigenen Persönlichkeit.
Im Gespräch beschreibt er, wie schwer es im Schlager geworden ist, überhaupt noch einen Wiedererkennungswert zu entwickeln, wenn so viele Künstlerinnen und Künstler um Aufmerksamkeit kämpfen. Gerade deshalb will er nicht klingen wie andere, sondern bei sich bleiben.
Aus der Bar auf die Bühne
Seine neue Single passt genau zu diesem Weg. Kevin erzählt, wie er an einer Bar den Satz „Hallöchen, ich hätte gerne ein Pickolöchen“ hörte - und daraus die Idee für den Song entstand. „Hallöchen, Pickolöchen“ erscheint am 14. August 2026 und steht für das, was er über seine Musik sagt: keine schweren Geschichten, die am Ende doch wieder ins Positive gedreht werden, sondern Lieder, die direkt leicht, hell und tanzbar sind.
Sich selbst sieht er als ein „Sonnenscheinkind“. Dazu passt auch seine enge Verbindung zu Antenne Schlager, über die im Gespräch mehrfach gesprochen wird. So ist er bald schon wieder als Stimmungsgarant auf dem Schlager Party-Schiff mit Hunderten feiernden dabei, das am 30. August von Hamburg aus in See sticht.
Musikalische Wurzeln? Volksmusik!
Kevin Neon spricht auch über seine frühen Prägungen. Jan Smit war für ihn schon als Kind ein Idol, dazu kamen Volksmusik-Shows mit Namen wie den Geschwistern Hofmann, den Wildecker Herzbuben oder den Kastelruther Spatzen. Tatsächlich stand Kevin bereits mit acht Jahren auf der Bühne und gewann mit 14 die „Weißgrüne Hitparade der Volksmusik“.
Heute ist sein Alltag breiter aufgestellt: rund 80 Live-Shows pro Jahr, dazu die Arbeit als Songwriter und Produzent. Auf seiner Website wird er als Künstler beschrieben, der modernen Popschlager mit starker Bühnenpräsenz und Nähe zum Publikum verbindet. Im Podcast beantwortet er trotzdem die Frage, wofür er sich im Zweifel entscheiden würde, ohne Zögern: „Sänger.“
Regenbogenflagge im Gegenwind
Kevin erzählt von einer Mittsommernachts-Veranstaltung im Harz, die parallel zu einem Deutschlandspiel stattfand. Dort hisste er eine Regenbogenflagge und darunter die Deutschlandflagge und stellte ein Video davon online. Die Regenbogenflagge stand für ihn dabei auch für Akzeptanz, queeres Leben und dafür, als homosexueller Mann offen so leben zu können, wie er ist. Auf Facebook folgten nach seiner Schilderung Hunderte teils heftige Hasskommentare. Kevin macht an dieser Stelle sehr klar, dass ihn diese Reaktionen getroffen haben - weil aus einem sichtbaren Zeichen für Offenheit für andere offenbar ein Anlass für Angriffe wurde.
Später wird es noch persönlicher. Dann geht es nicht mehr um Kommentare von außen, sondern um das, was in ihm selbst arbeitet. „Versagen ist ein Wort, das mich triggert“, sagt Kevin und spricht offen über Versagens- und Verlustängste. Zwischen Songs, Auftritten und Sommer-Themen macht dieser eine Satz den Druck greifbar, der im Künstleralltag auch oft unbemerkt mitläuft.
Weiter viel los bei Kevin Neon
Für die nächsten Monate nennt Kevin Neon im Podcast mehrere konkrete Punkte. Am 14. August erscheint die neue Single, am 30. August steht das Partyschiff in Hamburg an. Später im Jahr folgt nach seiner Ankündigung die Varieté-Show „Viva Las Vegas“. Wie Kevin über sich selber sagt „Für mich steht auf der Bühne vor allem eines im Mittelpunkt: echte Emotion.“
Jetzt reinhören: "Antenne Schlager Star-Talk" mit Kevin Neon
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